




Die Caputher Herausgeberin Krystyna Kauffmann hat kürzlich den dritten Bildband zur Fotojournalistin Marie Goslich veröffentlicht. Es trägt den Titel „Ein Leben hinter Glas“ und greift wieder auf die Original-Negative von Goslich zurück. Auch auf solche, die bislang noch nicht veröffentlicht waren.





Dr. Krystyna Kauffmann
Dr. Krystyna Kauffmann hat für den gleichnamigen, 2013 erschiene-
nen Bildband das Leben und Wirken von Marie Goslich (1859 -1938)
rekonstruiert. In ihrem Vortrag wird die zu Unrecht in Vergessen-
heit geratene »Wegbereiterin des modernen Blicks« vorgestellt,
die es als eine der ersten Frauen wagte, für ihr Geschlecht nicht
angemessene Sujets – etwa umherziehende und obdachlose Men-
schen – mit ihrer Kamera in den Fokus zu nehmen.
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Marie Goslich - Die Grand Dame des Fotojournalismus. Präsentiert und gelesen von Krystyna Kauffmann und Lisa Wechmann.

Ausstellung im Kehrer Berlin vom 14. September bis 12. Oktober 2014
kehrerberlin.com
Die Jury „Deutscher Fotobuchpreis“ schickt das Buch “Marie Goslich – Die Grande Dame des Fotojournalismus” in einer Wanderausstellung auf Tour. Zusammen mit weiteren 193 herausragenden Büchern ist die Lette-Abschlussarbeit in einer großen Fotobuch-Ausstellung unterwegs. Ende 2013 war das Buch über die ehemalige Lette-Schülerin für den Fotobuchpreis nominiert worden.
Stationen sind unter anderem die Landesvertretungen Baden-Württemberg in Brüssel, die Frankfurter Buchmesse, die IBO Friedrichshafen|Internationale Bodenseemesse, das Regierungspräsidium Karlsruhe, das Forum für Fotografie in Köln sowie diverse Bibliotheken und Hochschulen.
Vor mehr als 100 Jahren begeisterte sich Marie Goslich für die Technik des Fotografierens, die sie im Lette-Verein erlernte. Im 2013 setzte ihr die junge Kommilitonin Lisa Wechmann mit ihrer Kreativität und ihren Kenntnissen des Grafikdesigns ein Denkmal in Form des Layouts für das Buch „Marie Goslich – Die Grand Dame des Fotojournalismus“. Dr. Krystyna Kauffmann konnte die fotografischen Sensationsfunde retten und Lisa Wechmann für ihre Abschlussarbeit zur Verfügung stellen.
Am 24. Oktober 2013 fand im Lette-Verein dazu eine Talkrunde mit Dr. Krystyna Kauffmann und Lisa Wechmann statt, in der die fiktiven Interviews mit Marie Goslich szenisch gelesen wurden.
Dabei übernahm die Ausbildungsleiterin für Assistentinnen und Assistenten für chemische und biologische Laboratorien, Gabriele Otto, die Rolle der Marie Goslich. Frank Sandmann las den Part des fiktiven Reporters.
Die Jury hat das Buch "Marie Goslich - Die Grandedame des Fotojournalismus" für die Wanderausstellung nominiert. Somit erhält das Buch, zusammen mit weiteren 193 herausragenden Büchern Eingang in eine große Fotobuch-Ausstellung. Die Ausstellung wird zunächst im Rahmen der "Stuttgarter Buchwochen 2013" präsentiert und geht im nächsten Jahr auf Tour: Stationen sind unter anderem die "Landesvertretungen Baden-Württenberg in Brüssel", die "Frankfurter Buchmesse", die IBO Friedrichshafen (Internationale Bodenseemesse), das Regierungspräsidium Karlsruhe das "Forum für Fotografie in Köln", sowie diverse Bibliotheken und Hochschulen.
Schriftstellerin und Redakteurin Marie Goslich war vermutlich die erste Frau, die ihre Reportagen bebildert hat. Simone Schiffer hat sich den Bildband angesehen.
Radiosendung leider nicht mehr verfügbar
Die Bilder der Fotografin und Journalistin Marie Goslich sind ein Spiegel ihrer Zeit. Sie dokumentieren den Wandel der städtischen und ländlichen sozialen Strukturen in Folge der Hochkonjunktur des damaligen technischen Fortschrittes. In den von ihr illustrierten Zeitungsartikeln beschreibt sie die aufkommenden sozialen Missstände und die Zerstörung der vorigen urbanen Infrastruktur der Stadt Berlin.
Dem damaligen Zeitgeist folgend, sucht sie auch mit Hilfe ihrer Kamera, den Heil in dem ländlichen Umfeld der Großstadt. In den Dialogen mit einem imaginären Interviewer werden Auszüge aus ihren kritischen und auch spöttischen Texten vermittelt: Die Zeiten sind vorüber, da Angler als eine Art Idioten betrachtet wurden, harmlose friedfertige, deren Verstand gerade ausreicht, um den dummen, stummen Fisch hin und wieder zu überrumpeln...
Autoren: Krystyna Kauffmann, Mathias Marx und Manfred Friedrich
Das Buch ist erschienen beim Seemann Verlag
Am 1. April 2013 fand für die Fotojournalistin Marie Goslich, auf die Initiative des Heimatverein Geltow e.V., die Setzung des Stolpersteins statt. Der Vorsitzender des Heimatverein, Herr Manfred Uhlemann begrüßte die zahlreichen Teilnehmer mit einigen Sätzen aus dem von Marie Goslich verfassten Artikel „Ich schnitt es gern in alle Rinden ein“ welcher im Jahre 1906 in der Berliner Zeitschrift "Die Woche" erschienen ist.
Lust und Leid tragen die Menschenkinder gern in die Natur hinaus. Es ist, als gäbe diese ihnen den Frieden, der ihrem Inneren fehlt. Zu zweit wandern sie in den Schatten des Waldes, zum heimlichen Kosen unter dem schützenden Gezweig. Auf der Höhe steigt, wer allein ist und wehmütig des anderen gedenkt, der in der Ferne weilt. Und sehnsüchtig schaut er den weißen Wölkchen nach, die im duftigen Aether schwimmen, und möchte mit ihnen ziehen dahin, dahin, wo er allein Befriedigung finden kann. – Und dann nehmen sie ein Messer, und Spuren ihres Glücks und ihrer Qual bleiben, wo sie gewesen. Überall da draußen findet man solche Runen eingeschnitten: am Baum an der Landstraße, am Brunnen am Wege und ihrer nicht achtend gehen die Leute vorüber. Wer aber Phantasie hat, dem bedeutet eine jede Rune die Ueberschrift zu einem Kapitel von Liebe, Lust und Leid. Eine der Runen am Mühlbalken zeigt deutlich eine Schlange, sie trägt den Namenzug jener, die mit der Liebe einst ein falsches Spiel getrieben. ...Und wieder kommt es die Anhöhe hinauf, aber diesmal unter lautem, fröhlichem Geschwätzt. Zwei Kinder sind es, sie tragen einen Korb zwischen sich: ein Junge und ein Mädel. Der Junge hantiert mit einem großen Küchenmesser, Futter soll er schneiden für die Ziege... das Mädel jagt den bunten Schmetterlingen nach, die darüber flattern, und lacht, als der Junge sie fragt, ob er auch mal was einschneiden soll in den Mühlenbalken.
Cultura e.V.
Schmerberger Weg 8
14548 Schwielowsee OT Caputh
Barbara Lamla
E-Mail: vorstand@cultura-schwielowsee.de
cultura-schwielowsee.de
Betreuung der Website
Ralf Homey
E-Mail: homey@marie-goslich.de

Krystyna Kauffmann (Hg.)
Die Poesie der Landstraße Marie Goslich (1859–1936)
ISBN 978-3-86732-048-1
2008
105 Seiten, 77 Abb.
22,5 x 21,0 cm
Festeinband

Mathias Marx, Krystyna Kauffmann (Hg.)
Marie Goslich 1859-1938 Die Grande Dame des Fotojournalismus
ISBN 978-3-86502-315-5
2013
256 Seiten
30 x 24 cm
Hardcover

Krystyna Kauffmann, Richard Reisen (Hg)
Ein Leben hinter Glas
ISBN 978-3-86206-528-8
2016
ca. 340 Seiten
16,5 × 23 cm
Fester Einband
Geltow
Verlegung 2013
Am Wasser 4
Frankfurt Oder
Verlegung 2012
Heilbronner Str. / Franz-Mehring Str.