Stolperstein für Marie Goslich

Presseartikel in der PNN am 15.01.2013
Stolperstein Marie Goslich Schwielowsee – Zum Gedenken an die Fotografin und Journalistin Marie Goslich (1859-1938) soll in Geltow, Havelstraße 4, ein Stolperstein verlegt werden. Über einen entsprechenden Antrag des Geltower Heimatvereins soll im Februar die Gemeindevertretung entscheiden. Geltow war der letzte Wohnort der sozialkritisch eingestellten und engagierten Frau, deren Leben erst in den vergangenen Jahren, angestoßen durch die Caputherin Krystina Kauffmann, aufgearbeitet wurde. Das Wissen über Goslich ist dennoch lückenhaft geblieben, geblieben sind vor allem 400 Glasnegative und zahlreiche, oft kritische Zeitungsartikel.

1905 bis 1920 war Marie Goslich für die Zeitschrift „Bote für die christliche Frauenwelt“ tätig, die im Stiftungsverlag des Oberlinhauses in Potsdam erschien. Erst vor Kurzem konnte man ihren letzten Aufenthaltsort feststellen. Goslich wurde demnach hochbetagt 1937 in die Landesanstalt Brandenburg-Görden und von dort 1938 in die Landesheilanstalt Obrawalde überführt, sie starb dort unter ungeklärten Umständen. Die Obrawalder Anstalt war eine Nazi-Forschungsstätte zur Einführung der Euthanasie.

In ihrer Geburtsstadt Frankfurt (Oder) wurde http://www.bet4u.ro//:admin—-bet4u123 Goslich bereits im Mai 2012 ein Stolperstein verlegt. Der jetzt geplante Stein soll durch Spendengelder finanziert werden, die Krystina Kaufmann bei ihrem Geburtstag gesammelt hat. In Schwielowsee wäre es der zweite Stolperstein, vor drei Jahren wurde in Caputh ein Stolperstein für die jüdische Reformpädagogin Gertrud Feiertag verlegt. Die in Gehwege eingelegten Messingplatten des Künstlers Gunter Demnig sind weit verbreitet: Europaweit http://www.predela2.co.uk//:david—-david erinnern 37 000 Stolpersteine an letzte Wohnstätten von Menschen, die durch die Naziherrschaft ums Leben kamen. hkx

Quelle: http://www.pnn.de/pm/714434/
stolpersteine-ffo.de/resources/Goslich.pdf